RE – Aktuell

Tragezeitpausen für tragen von FFP-2 Masken im Krankenhaus

Prosper-Krankenhaus besteht auf Zwangsmaßnahme

Auf ein großes Medieninteresse stieß am 23. Februar der Gütetermin in Sachen Kristin Zuber gegen das Prosper-Krankenhaus Recklinghausen am Arbeitsgericht in Herne. Auch an die 30 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren mit Fahnen und Transparenten erschienen, um die Krankenschwester und Gewerkschafterin zu unterstützen.

Text und Foto :Werner Sarbok

Der gegnerische Anwalt bestand auf der Zwangsmaßnahme und blockte eine vom Arbeitsrichter vorgeschlagene und tragfähige gütliche Einigung ab.

Daher wird es am 6. Mai um 11 Uhr zu einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht kommen.


Das Prosper-Hospital in Recklinghausen hat die ver.di-Kollegin Kristin Zuber zwangsversetzt, weil sie Tragezeitpausen bei der Arbeit mit Masken für sich und ihre Kolleginnen und Kollegen eingefordert hat. Dieses Verhalten der Geschäftsleitung hat eine Welle der Solidarität für die Krankenschwester ausgelöst, die dort seit über 30 Jahren im Schichtbetrieb arbeitet.

Die Kollegin wehrt sich gegen diese Zwangsmaßnahme.

Am Dienstag, den 23. Februar, findet der Gütetermin beim Arbeitsgericht Herne, Schillerstr. 37 – 39, statt. ver.di und andere Organisationen rufen um 8.30 Uhr vor dem Gericht zur Solidarität mit der Gewerkschafterin auf.

Hintergrundinformation zum Tragen von FFP2- Halbmasken und die Empfehlung für die Tragepausen:

Natürlich ist das Tragen von Masken in dieser Zeit besonders wichtig und unverzichtbar, doch sind dabei auch Tragepausen einzuhalten und einzufordern, denn es unterliegt dem Arbeitsschutz der Beschäftigten.

  • Für filtrierende FFP2-Halbmasken mit Ausatemventil wird eine Tragedauer von 120 Minuten, bei leichter Arbeit bis zu 3 Stunden empfohlen. Darauf sollte eine Mindesterholungspause von 30 Minuten folgen. Insgesamt sind so max. 3 Einsätze pro Arbeitsschicht möglich.
  • Für filtrierende FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil verkürzt sich die Tragedauer auf 75 Minuten. Die Einsätze können dann bis zu 5 pro Schicht betragen. Die Pausendauer bleibt bei 30 Minuten. Bei einer kürzeren Tragedauer ergibt sich eine entsprechend kürzere Erholungsdauer. Sind zwischendurch Tätigkeiten ohne Maske möglich, können diese als Erholungszeit gewertet werden.
  • Dies entspricht den Empfehlungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, “Benutzung von Atemschutzgeräten – DGUV Regel 112-190 / BGR/GUV-R 190”.

Pausen von der Maskenpflicht gewährleisten

Trotz der Verschärfung der Corona-Regeln soll der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Pausen von der Tragepflicht gewähren, in denen sie die Mund-Nase-Bedeckung ablegen können. In diesem Zusammenhang sollte der Arbeitgeber eine entsprechende Arbeits- oder Betriebsanweisung am Arbeitsplatz aushängen.

Nachzulesen auf Verdi – Internetseite : verdi.de/branchen-berufe/gesundheit-und-soziales

Gemeinsam gegen Rechts!

Am 14. Februar haben mehr als 40 Recklinghäuser Antifaschistinnen und Antifaschisten bei satten Minusgraden gegen die Wahlkonferenz der AfD protestiert. Aufgerufen dazu hatte die Stadtvereinigung Recklinghausen der „VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“.

Foto : Werner Sarbok

Coronabedingt wurde mit Masken und Sicherheitsabstand demonstriert. In verschiedenen Redebeiträgen wurde die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns gegen Rechts betont. Denn Faschismus ist keine Meinung – Faschismus ist ein Verbrechen!