Gedenkveranstaltung an Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und die Opfer des Ruhrkampfes 1919/1920

Luxemburg und Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 von Freikorps-Soldaten in Berlin erschossen. Ihrer Ermordung gingen Revolutionswirren nach dem Ersten Weltkrieg voraus.

Rosa Luxemburg (1870 – 1919)

Mitbegründerin der KPD

ermordet am 15.01.1919

Karl Liebknecht (1871 – 1919)

Mitbegründer der KPD

ermordet am 19.01.1919

Karl Liebknecht : Das Unmögliche zu wollen, ist die Voraussetzung dafür, das Mögliche zu schaffen.

Rosa Luxemburg : Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen lassen die Fähigkeit des Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. Sie kann und darf kein Mittel irgendeiner konfliktlösung sein und bleiben.

Gedenken an Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und an die Opfer des Ruhrkampfes am 01.04.1920

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Recklinghausen führte am Sonntag, dem 17. Januar, eine Erinnerungs- und Gedenkveranstaltung am Mahnmahl für die ermordeten Kämpfer der Roten Ruhrarmee in Recklinghausen-Süd durch.

Zum einen sollte mit dieser Veranstaltung sowohl an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch Angehörige der Garde-Kavallerie-Schützen-Division am 15.01.1919 in Berlin als auch an den Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März 1920 erinnert werden.

„Dies waren Ereignisse, die sich gegen die nach der Novemberrevolution 1918 errichtete bürgerliche Demokratie der Weimarer Republik richtete und in einer geraden Linie zum Faschismus des 3. Reiches führte“, erklärte Werner Sarbok für den Stadtverband der VVN-BdA in Recklinghausen.

Detlev Beyer-Peters, Vorsitzender der Kreisvereinigung der VVN-BdA, unterstrich dies mit dem Hinweis, dass man viele von denen, die der Reichswehr am 01.04.1920 den Weg in und durch Recklinghausen frei gemacht hatten, in der Zeit des Faschismus wieder als Funktionäre und Aktivisten der NSDAP in Recklinghausen begegnete. „Bei ihrem gegen das Bielefelder Abkommen verstoßenden Durchmarsch durch Recklinghausen hatten Freikorps-Verbände der Reichswehr brutal zugeschlagen und zahlreiche Rotarmisten erschossen.

Bedauerlicherweise mussten im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie einige Veranstaltungen anlässlich des 100. Jahrestag der blutigen Ostertage 1920 in Recklinghausen ausfallen. Das wollen wir jetzt Stück für Stück nachholen.“

Photos : Werner Sarbok

Öffentliche Mitteilung der VVN-BdA zu der heutigen Veranstaltung

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Recklinghausen e.V. hatte für den heutigen Sonntag zu einer Erinnerungs- und Gedenkveranstaltung eingeladen.

Etwa 15 Personen haben unter der Einhaltung des Abstands- und Maskengebotes an der Veranstaltung teilgenommen und eine Gedenkminute an der Grabstätte der Opfer des Ruhrkampfes und des Einmarsches der Reichswehr in Recklinghausen am 01.04.2020 erinnert.

Werner Sarbok, Sprecher der Stadtvereinigung der VVN-BdA in Recklinghausen erinnerte im ersten Redebeitrag an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch Angehörige der Garde-Kavallerie-Schützen-Division am 15.01.2019 in Berlin und spannte einen Bogen über den Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März 1920, den Hitler-Faschismus und die antikommunistische Nachkriegszeit bis hin zu den rechtsextremen Aktivitäten der heutigen Zeit.

Abschließend machte er daauf aufmerksam, dass sich – nach seinen Informationen – die AfD in Vorbereitung auf die Bundestagswahlen am Sonntag, den 24.01.2021, im Ruhrfestspielhaus zu einer Kreiskonferenz treffen wird. Es gebe die Absicht zahlreicher Organisationen zu Aktionen gegen diese Veranstaltung der nationalistischen und erzkonservativen AfD.

In einem 2. Redebeitrag sprach Detlev Beyer-Peters, Vorsitzender der Kreisvereinigung der VVN-BdA, über die Entstehung des Denkmals auf dem Süder Friedhof Ende 1925 und dessen Abriss und Erneuerung im Jahr 2015. Er bedankte sich abschließend bei der DKP, den Linken, der Stadt Recklinghausen und dem Heimatverein, die sich gemeinsam mit der VVN-BdA für die Erneuerung dieses Denkmals stark gemacht hatten.

Detlev Beyer-Peters (Vorsitzender)

50.000 für die VVN-BdA

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) sammelt derzeit online Unterschriften. Damit soll der Forderung Nachdruck verliehen werden, die Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA wieder anzuerkennen. Die Petition läuft noch bis zum 31. Januar und 50.000 Unterschriften sollen gesammelt werden. Bis Redaktionsschluss hatten über 45.000 Menschen unterschrieben.

Die Petition findet man unter t1p.de/petition-vvn.